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DER GELBE KLANG  nach Kandinsky mit Musik von Frank Zappa. Stück für Bühne und Tänzer am Bayrischen Staatsballett München

 

 Videolink

Michael Simon lässt verschiedene Utensilien und Körperteile über die Bühne tragen: eine Lampe, einen Riesenmund, einen Fuß, eine Schaumstoff- Schulter, bis alles in einer Art Atelier untergebracht ist. Die Transporteure hasten emsig und in verqueren Bewegungen durch das vollgerümpelte Areal, räumen es wieder leer. Schleppen Schilder mit aufgemalten Buchstaben herbei. Ein kleines Kind (übernommen aus Kandinskys Text) mit aufgesetztem Riesenbabykopf tippelt fragend (per Off-Stimme) durch diese dann noch mit Weltkugel-Segment und hoch am Bühnenhimmel tanzenden amorphen Farbflächen wirr belebte Szenerie. Antworten gibt es nicht. Wie Kandinsky von der gegenständlichen Malerei zur Abstraktion überging, so lösen sich hier Körper und Sprache, Hierarchie und sinnvolle (Bühnen-)Ordnung in ein surreales Bild-Geschehen auf. Klassik Info 4.4.2014

 

BLAUBART nach Max Frisch mit Musik von Franz Schrecker, Kristoph Penderecki, Richard Wagner und Arthur Honnegger Theater Bern

BlaubartBlaubart

 

Max Frischs irritierendes letztes Prosawerk ist Vorlage für dieses interdisziplinäree Projekt.  Entlang ausgewählter Motive aus Max Frischs Roman «Blaubart» spinnt Michael Simon einen Kokon aus Schuld, der sich um die Hauptperson legt. Schaads Psyche wird zermürbt, gelöchert. Kein Wort wird gesprochen. Im Bühnenbild tauchen wie aus dem Unterbewusstsein Frauen auf. Eine mit roten Handschuhen, eine mit einem Telefon. Eine mit schwarzen Flügeln. Eine Putzfrau, eine Tänzerin, die im Stehen baumelt, als wäre sie aufgeknüpft worden. Traumähnlich und assoziativ entstehen und vergehen die Bilder. Das Verhör findet vor dem Vorhang statt. Kalt macht die Staatsanwältin ihren Job. Und wenn Schaad seinen Leib in Bewegung versetzt und losrennt, Türen aufstösst, um die Wahrheit zu finden, dann wünschte man ihm, er fände Erlösung. Doch stets lauern da seine Vergangenheit und die Geliebten. Alle locken ihn ins Schlafzimmer, schlagen ihm weisse Lilien um die Ohren oder der legen sich als Leichen in seinen Keller. Max Frischs spröde Dialoge kommen in zügigen Tempi daher...Link auf Youtube...  mehr

 

IN THE COUNTRY OF LAST THINGS  Tanztheater von Michael Simon Bayrisches Staatsballett

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BILDBESCHREIBUNG von Heiner Müller  Kunstfest Weimar



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Die Bilder entstehen beim Gehen: An schroffem Abhang riskiert eine wütende Königin immer wieder den Sturz, wenn sie mit Geröll nach dem Volk in der Tiefe zielt. Zwischen stählernen Zähnen steigt ein gnomenhaftes Gespenst aus der Tiefe und auf einem Berg von Trümmern raunt ein Alter im Pelzmantel pausenlos von den Fahrten des Odysseus, während ein bleicher Japaner am Kranhaken kopfüber seine Texte in das Scheinwerferlicht schreit. Die Sprachsplitter, die eine Nacht im Steinbruch Ehringsdorf zum Tage machen, sind Facetten einer "Bildbeschreibung": Heiner Müllers Text, der unter Verzicht auf dramatische Strukturen die trügerische Sicherheit literarischer Motive hinterfragt, ist hier zwischen Abraumhalden und schwerem Gerät angekommen. Als Installation wird die Suche nach dem Bildgehalt zum Thema einer Wanderung, die ein oft irritiertes und gelegentlich faziniertes Publikum durch die industriell verformte Naturarena führt...


RÖMISCHE HUNDE von Heiner Goebbels und Michael Simon TAT Frankfurt 1991



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STADT AUS GLASS  nach dem Roman von Paul Auster Fassung von Uli Hub am Düsseldorfer Schauspielhaus 2003



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